Rückblick 2. KADAY 06. – 08.04.2018, Bonn

Am vergangenen Wochenende fand zum zweiten Mal in Bonn der KADAY, das Treffen der koreanischen Adoptierten statt. Erstmals vollständig durch unseren neuen Verein, Koreanischen Adoptierten in Deutschland (KAD e.V.) organisiert. Federführend waren dabei der Vorstand von KAD e.V., Cordula, David und Tim.

Bereits am Freitag reisten zahlreiche Gäste an, darunter auch unsere Besucher aus Belgien und Schweden. Herzlichen Dank für die weite Anreise und eure Gastgeschenke! Freitagabend stand dann noch unter dem Motto sich kennenzulernen oder alte Freunde wieder zu treffen, dazu gab leckeres Essen beim Vietnamesen und später Karaoke im Irish Pub.


Am Samstagmorgen begann dann das eigentliche Programm für Ados, zunächst mit dem DNA-Test zur Familiensuche für noch nicht Getestete – danke an 325Kamra und Jayme für die Spende – bzw. parallel dem Hangeul/Kalligrafie-Workshop.

Anschließend stand ein Workshop an, bei dem es vor allem darum ging, künftige Aktivitäten, Themen und Fragestellungen für die KAD-Treffen zu finden. Ergebnisse, der zunächst verhaltenen, aber dann immer mehr angeregten Diskussionen, waren:

  • (Parallel)Programm für Partner von Adoptierten bei Treffen (Partnerschaft, Verständnis und wie unterstütze ich meinen Partner)
  •  Anlaufstellen für Adoptierte in Notlagen
  •  Bindung/Beziehung bzw. Verhältnis zur Adoptionsfamilie
  •  Eigenes Programm für Kinder von Adoptierten
  •  Interpretation/Vollständigkeit der Originaldokumente aus Korea und der Adoptionsdokumentation
  •  Möglichkeiten Familiensuche
  •  Verständnis der Adoptionshintergründe (z.B. wirtschaftliche Interessen in Korea, Auswahl der Kinder im Heim, die zur Adoption freigegeben wurden)
  •  Vertiefende DNA-Workshops
  •  Workshop Koreanische Kultur/Kochen

Wir versuchen möglichst alle Themen mit geeigneten Referenten für die nächsten Treffen aufzunehmen. bzw. umzusetzen

Nachmittags führten unsere beiden Gastredner Melanie Kleintz und Youngeun Koo tiefer in das Thema Adoption ein. Melanie hob hervor, dass Adoption ein lebenslanger Prozess ist und uns bis ins Erwachsenenleben und unseren eigenen Familien beeinflusst. Zeigte aber auch Möglichkeiten auf, mit den Hintergründen und Verhaltensmustern umzugehen. Ein Workshop hierzu findet Anfang Juli statt (mehr Info 1 mehr Info 2). Youngeun präsentierte Teile aus ihrer Arbeit für ihre Doktorarbeit und führte in die Hintergründe der Auslandsadoptionen aus Korea und die Geschichte des ersten Kinderheims in Seoul ein.

Vor dem Abendprogramm bestand noch die Möglichkeit koreanische Trommeln auszuprobieren, die später bei der musikalischen Eröffnung des Abends zum Einsatz kamen.

Das Abendprogramm selbst fand zusammen mit민주평화통일자문회의 (National Unification Advisory Council) und Unterstützung der Botschaft der Republik Korea Außenstelle Bonn statt. Vielen Dank für die großzügige Unterstützung! Herr Generalkonsul Keum stellte die Geschichte der koreanisch-deutschen Beziehungen dar und zeigte Gemeinsamkeiten zwischen den Ländern auf. Er wünscht sich außerdem einen stärkeren Austausch zwischen den Adoptierten und den Koreanern in Deutschland und verwies dabei auf die vielen koreanischen Gemeinden in Deutschland, die eine gute Möglichkeit zur Kulturerfahrung bieten. Bereits am Abend war eine Vielzahl an Mitgliedern von 민주평화통일자문회의  anwesend, die teils eine weite Anreise aus dem Ausland hinter sich gebracht hatten, um sich mit uns auszutauschen! Herzlichen Dank für diese Mühen!

Nach dem sehr leckeren koreanischen Buffet ließ KAD e.V. den Abend dann mit einer Tombola, die dank vieler Privatspenden möglich war, und Karaoke fröhlich ausklingen.


Sonntagvormittag ging das gemeinsame brunchen in einen lockeren Austausch zum Thema Reisen und Literatur über. Außerdem fand die erste Mitgliederversammlung von KAD e.V. statt, die dank vieler neuer Mitglieder, sehr angeregt über künftige Themen des Vereins diskutieren konnte.

Danke an alle Teilnehmer, die Referenten und die Unterstützer, 민주평화통일자문회의 und Botschaft der Republik Korea Außenstelle Bonn, für die großzügige finanzielle, logistische und organisatorische Hilfe, sowie den privaten Spendern und 325Kamra/Jayme für die wiederholte Unterstützung.

Es wird nächstes Jahr auch eine dritte Auflage des KADAY geben. Für dieses Jahr ist im Herbst ein kleineres Treffen im Rheinland/Ruhrgebiet mit Unterstützung der Botschaft, sowie weiter Workshops und kleinen Treffen in anderen Regionen geplant.

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